7. Januar 2019 Category Icon

Interview mit einem Butternusskürbis

Ein Gespräch mit der größten Beere der Welt über Halloween, Haut, die Figur und Babynahrung.

Butternusskürbis
Foto: Fotolia

Marktplatz: Hallo. Oder besser gesagt: Hallo-ween.
Butternusskürbis: Haha, der war gut! Dabei bin ich gar nicht der typische Halloweenkürbis, obwohl ich aus Amerika stamme. Aber jetzt mal Butter bei den Kürbis, was möchten Sie wissen?

Marktplatz: Schöne Überleitung. Sie heißen Butternuss-, aber auch Birnenkürbis, wie kommt’s?
Butternusskürbis: Das mit der Birne liegt an meiner schönen Figur. Butternuss beschreibt ziemlich gut meinen Geschmack.

Marktplatz: Kurioserweise sind Sie gar kein Gemüse, sondern eine Beere?
Butternusskürbis: So kurios ist das gar nicht, denn botanisch betrachtet bin ich die Frucht der Pflanze, also Obst. Und weil ich auch im reifen Zustand noch komplett fleischig bin, bin ich eine Beere. Und zwar eine Panzerbeere, um genau zu sein.

Marktplatz: Klingt gefährlich!
Butternusskürbis: Das heißt nur, dass ich eine harte Schale habe. Darunter aber ’nen weichen Kern. Und der ist randvoll mit Betacarotin – gut für Haut und Augen. Dazu bin ich auch noch schön fettarm.

Marktplatz: Ein paar Tipps zu Einkauf und Lagerung?
Butternusskürbis: Die kleineren Exemplare, so 20 bis 30 cm, sind am aromatischsten. Wenn man meinen Stiel dranlässt und mich trocken und kühl lagert, halte ich sogar mehrere Monate. Sie können mich also das ganze Jahr über genießen!

Marktplatz: Das könnte auf Dauer natürlich etwas eintönig werden.
Butternusskürbis: Oh nein! Ich will mich ja nicht loben, aber das ist das Tolle an mir, es gibt sooo viele Zubereitungen: Pürees, Suppen, geröstet, gebacken, gefüllt, eingelegt, roh im Salat, Kompott, Risotto, asiatische Gerichte und sogar süß im Kuchen oder Pudding. Außerdem eigne ich mich hervorragend für die erste feste Nahrung bei Babys, die finden mich nämlich auch superlecker.

Marktplatz: Also ein Kürbis für die ganze Familie. Vielen Dank für das Gespräch!

Rezept: Gebackener Butternusskürbis

Gebackener Butternusskürbis
Foto: Sandra Schildwächter

Zutaten für ca. 2 Portionen

  • 1 kleiner Butternusskürbis
  • 2 El Olivenöl
  • Salz, Pfeffer (aus der Mühle)
  • 1 El Ras el Hanout (orientalische Gewürzmischung)
  • 2 El Kürbiskerne
  • 2 El Sesam
  • 1 Handvoll Rucola
  • 2 El Zitronensaft
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 1 El Kürbiskernöl
  • Außerdem: Backpapier
  1. Kürbis waschen, trocken tupfen, längs in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden, Kerngehäuse ent- fernen, mit 1 El Olivenöl, Salz, Pfeffer, Ras el Hanout würzen. Blech mit Backpapier auslegen, Kürbis daraufverteilen, im Ofen bei 200 Grad ca. 20 Min. rösten, zwischenzeitlich wenden.
  2. Kürbiskerne, Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten. Rucola waschen und trocken schleudern, mit restlichem Olivenöl (1 El), Salz, Pfeffer, Zitronensaft marinieren. Alles zusammen mit Ziegenfrischkäse auf dem Kürbis verteilen, mit Kürbiskernöl beträufeln und servieren.

Zubereitungszeit ca. 15 Min. – Backzeit ca. 20 Min.

 

Von Frederike Sinning

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