9. November 2018 Category Icon

Einkaufszettelpoesie Nr. 1

Einkaufszettel sagen einiges über Menschen aus. Über ihre Pläne für einen gelungenen Abend und ihr wahres Talent.

Einkaufen ist ja eine schöne Sache, macht aber auch viel Arbeit. Das Abwiegen der Kartoffeln, Pilze (Kräuterseitlinge!), das Suchen des frischen Salbeis, die Frage, ob 6 Bio-Eier in Größe M für den Kuchen reichen. Ach ja, die Himbeeren dafür fehlen noch, zurück in die Obstabteilung.


Dann Milch, Sahne, Butter und Joghurt mit Mohn (wer’s mag!) und nach den Kühlregalen zum Tee, dann Kaffee, 2 x 250 g. An der Fleischtheke Schinken, Schnitzel und von der groben Leberwurst auch etwas.

Parmesan gibt es aus Faulheit heute nur bereits gerieben. Nachdem man dann noch siebenmal hin und her gelaufen ist für Gin, Tonic, Erdnussflips, Bio-Walnüsse und Zitronen, steuert man schließlich auf die wunderbare Frau K. zu, die heute die Kasse 3 macht. Bezahlen – weniger als gedacht – und dann ab nach Hause, denn bald kommen die Gäste, und es muss ja noch gekocht und gebacken werden.

Ein Blick auf die Einkäufe und den Zettel, und man stellt fest: Alles da, was man braucht. Denn sind wir mal ehrlich, das, was wirklich nötig ist für ein schönes Essen und einen gelungenen Abend, ist doch vor allem eines: Fantasie.

Hier finden Sie noch mehr Einkaufszettelpoesie.

Von Dirk Henkelmann

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