29. April 2020 Category Icon

Düfte und ihre Wirkung

Stress lindern, Konzentration fördern, Stimmung aufhellen – Düfte können so viel mehr als einfach nur gut zu riechen. Welche Duftrichtung mit welcher Stimmung verknüpft ist und praktische Tipps zur Anwendung gibt es von Anusati Thumm, Duft-Expertin für ätherische Öle.

Rosmarin Duft und Wirkung
Foto: Unsplash

Rose, Rosmarin, Vanille, Jasmin – es gibt wirklich unzählige Düfte und jeder einzelne Löst eine Stimmung oder eine Emotion in uns aus und hat damit seine ganz eigene Wirkung.

Rosmarin macht schlau

Das sagt die Expertin: „Rosmarin macht frisch und wach und verhilft unserem Geist zu klarer und konzentrierter Arbeit. Somit stärkt Rosmarin die Gedächtnisleistung und die Belastbarkeit im Alltag.“

Tipp für Morgenmuffel: 2 Tropfen Rosmarin mit 1 Teelöffel Salz ins Waschwasser geben und mit dem Waschlappen den Körper in Richtung Herz abreiben.

Vanille sorgt für Vertrauen

Das sagt die Expertin: „Vanilleduft tröstet und besänftigt uns. Der im Vanilleextrakt enthaltene Duftstoff Vanillin löst in uns Gefühle von Geborgenheit und Vertrauen aus, weil er uns an Muttermilch und den Duft von Säuglingen erinnert.“

Tipp für einen Kuschelduft: 2 Tropfen Vanilleextrakt, 3 Tropfen Rose und 4 Tropfen Orange in die Duftlampe geben.

Lemongrass fördert die Konzentration

Das sagt die Expertin: „Der frische, sonnige Duft von Lemongrass unterstützt konzentrierte, ausdauernde geistige Arbeit und verleiht Energie. Er ist gut geeignet als Schreibtisch-Duft und während des Hausputzes.“

Tipp für die Unterstützung der Kinder bei den Hausaufgaben: 2 Tropfen Lemongrass und 2 Tropfen Limette auf einen Duftstein geben.

Jasmin lindert Stress

Das sagt die Expertin: „Der stark blumige, schwere und verführerische Duft von Jasmin verwöhnt uns und stimmt uns sinnlich. Der Extrakt hat stark entkrampfende Eigenschaften und tut gestressten und stark beanspruchten Menschen sehr gut.“

Tipp für ein sinnliches Duftspray: 30 ml Orangenblütenwasser, 1 Tropfen Jasmin, 6 Tropfen Mandarine rot miteinander mischen.

Orange hellt die Stimmung auf

Das sagt die Expertin: „Der Duft von Orangen verbreitet sonnige Heiterkeit und lässt uns die Sorgen des Alltags vergessen. Orangenöl wirkt entspannend und ausgleichend und ist ein idealer Begleiter bei innerer Unruhe und Schlafstörungen. Das immunstärkende Öl schützt außerdem vor Infekten und wird erfolgreich bei Übelkeit eingesetzt.“

Tipp für ein Duftbad: 5 Tropfen Orange, 2 Tropfen Lavendel und 2 Tropfen Vanille mit 2 Esslöffel Sahne vermischen und in ein Vollbad geben.

Zimt vermittelt Geborgenheit

Das sagt die Expertin: „Ein starker Zimtduft umhüllt uns mit einer kuscheligen Atmosphäre. Er weckt positive Kindheitserinnerungen und vermittelt Schutz und Geborgenheit. Seine würzige Süße stärkt und wärmt uns in beanspruchenden Zeiten.“

Tipp für einen heimeligen Duft an langen Winterabenden: 1 Tropfen Zimt, 1 Tropfen Nelke, 1 Tropfen Vanille, 5 Tropfen Orange in die Duftlampe geben.

Rose wirkt beruhigend

Das sagt die Expertin: „Rosenöl wirkt stark ausgleichend und beruhigt die Nerven. Der blumige Duft tröstet bei Herzschmerz und Kummer und löst Gefühlsblockaden. Aufgrund der komplexen Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe gehört es zu den stark hautregenerierenden ätherischen Ölen. Es wird daher sowohl in Kosmetikprodukten als auch in medizinischen Produkten gegen Hauterkrankungen verwendet. Ätherisches Rosenöl zur Hautpflege sollte immer mit einem hochwertigen naturreinen Pflegeöl – am besten in Bio-Qualität – kombiniert werden.“

Tipp für ein kostbares Rosenparfum: 10 ml Jojobaöl und 2 Tropfen türkische Rose vermischen.

Duft-Expertin Anusati Thumm
Foto: lavera

Anusati Thumm absolvierte Aromatherapie-Ausbildungen in Deutschland und England. Sie hat über 30 Jahre Erfahrung in der Aromapflege und im Schulungsbereich weltweit. Dieses Fachwissen ist die Basis für das umfangreiche Aromatherapie-Ausbildungsprogramm und die Leitung des Prüfungsausschusses von PRIMAVERA.

Wir können sie zwar nicht sehen, dafür umso besser schmecken und riechen: Aromen. Sie lösen viel in uns aus zum Beispiel Erinnerungen. 

Von Stefanie Mixa

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