7. März 2019 Category Icon

In welche Zukunft wollen wir Gen?

Gewichts-Kontrolle, Geschwindigkeits-Kontrolle, Fahrkarten-Kontrolle. Wir haben ja schon einen gewissen Hang, die Dinge genau zu nehmen und zu kontrollieren. Wo bleibt da das Vertrauen?

Oft auf der Strecke, sicherlich. Doch so manches Mal ist Kontrolle ganz gut. Vor allem bei Dingen, die man eigentlich nicht kontrollieren kann. Nehmen wir etwa die Verbreitung von Pflanzen. Wohin
der Wind ihre Pollen trägt, weiß niemand so genau. Wie auch, warum auch? Wenn nun diese Pfanzen aber gentechnisch verändert sind, dann sollte man das vielleicht wissen, kann man aber nicht. Sie wissen, der Wind.

Grüne Gentechnik ist eine Grauzone.

Die Industrie und Teile der Wissenschaft sind der Meinung, dass die grüne Gentechnik, also gentechnische Optimierung von Pfanzen, beim Kampf gegen den Welthunger entscheidend ist. Züchtungen, die hitze- oder dürreresistenter, nährstoff – oder ertragreicher sind, sollen die Ernährung der Menschheit sichern. Doch was ist, wenn sich nach einigen Jahren herausstellt, dass diese Pfanzen zu Erbgutschäden oder zu massiven Veränderungen oder Störungen im Ökosystem führen? Dann lässt sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen.

Konzernen vertrauen?

Die Industrie spricht nicht gerne darüber – auch aus Pro tgründen. Wird schon gut gehen. Wir von tegut… verfolgen das mit Sorge, und fördern seit Beginn die Initiative „Ohne Gentechnik“ und achten darauf bei unseren Eigenmarken, aber auch bei Säften, Eiernudeln u.v.m. Die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ ist für Verbraucher die Garantie, dass Tiere nicht mit genveränderten Produkten gefüttert wurden. Außerdem ist es ein Zeichen für die Förderung der traditionellen Landwirtschaft, die vor allem von kleinen und mittleren Bauernhöfen betrieben wird.

Helfen Sie uns und den nachfolgenden Generationen und achten Sie beim Einkauf häufiger darauf, ob Sie zu Lebensmitteln greifen können, die nicht gentechnisch verändert wurden. Das merkt dann nämlich auch die Industrie und wird früher oder später darauf reagieren.

Lesen Sie noch mehr Gedanken eines Supermarktes.

Von Dirk Henkelmann

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