13. Oktober 2020 Category Icon

Heimisches Superfood: Walnüsse, Leinsamen, Feldsalat

Heimat Power: Walnüsse, Leinsamen, Feldsalat

Beeren und Samen müssen nicht aus Übersee kommen – denn das beste Superfood wächst gleich vor unserer Haustür.

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Superfood: Samen und Beeren

Superfood ist seit einigen Jahren in aller Munde. Wenige Lebensmittel wurden so gehypt wie Goji, Chia oder Açaí. Doch wie gesund sind die exotischen Samen und Beeren wirklich? Die Antwort darauf spaltet die Ernährungswelt. Fest steht: Viele der Power-Produkte haben wertvolle Inhaltsstoffe, über Wunderkräfte verfügen sie allerdings nicht.

Was manchen Fans der gefeierten Produkte aus Südamerika oder Asien gar nicht richtig bewusst ist: Superfood gibt es auch deutlich günstiger – und direkt vor der Haustür. Heidelbeeren, Leinsamen oder Walnüsse sind herrlich heimisches Superfood und seit Langem gut bekannt. Nehmen wir den Feldsalat. Er hat den höchsten Betacarotingehalt aller Blattsalate, dazu reichlich Eisen und Baldrianöle als Nervennahrung. Oder Walnüsse. Sie haben unter den knackigen Schalenfrüchten den höchsten Gehalt an Linolensäure und sind nebenbei ein hervorragender pflanzlicher Eiweißlieferant.

Auch Sonnenblumenkerne verdienen sich eine Auszeichnung: Sie glänzen mit hohen Mengen an Eiweiß und Vitamin B1. Und dem würzig-scharfen Meerrettich wird nachgesagt, mit seinen Senfölen in unserem Körper Bakterien abtöten zu können. Darüber hinaus soll das „bayerische Penicillin“ auch in der Lage sein, unsere DNA mit seiner antimutagenen Wirkung zu schützen. Eine super Alternative zur südamerikanischen Açaí-Beere sind die guten alten Heidelbeeren und Brombeeren. Sie punkten mit einer Extraportion Antioxidantien – und lassen sich oft gratis am Wegesrand pflücken. Also einfach beherzt zugreifen!


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Zwiebeln: antibiotische Wirkung

Ohne Zwiebeln läuft in der heimischen Küche fast nichts: Sieben Kilo der kleinen Knollen verzehrt der Durchschnittsdeutsche im Jahr. Zu Recht: Ihre Schwefelverbindungen können helfen, das Herzinfarktrisiko zu reduzieren, zudem wird ihnen eine antibiotische Wirkung nachgesagt und dass sie die Fettverbrennung ankurbeln können.

Zwiebeln
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Kohl hat antioxidative Wirkung

Lange galt er als Arme-Leute-Essen, jetzt erlebt Kohl eine Renaissance. Zu Recht: Grünkohl hat doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen, 100 g liefern so viel Kalzium wie ein Glas Milch (ca. 0,2 Liter). Klein, aber mit großer Wirkung kommt Rosenkohl daher – wer ihn und seine großen Kollegen regelmäßig isst, soll das Krebsrisiko senken können. Und die natürlichen Farbstoffe in Broccoli & Co. haben eine antioxidative Wirkung und sollen damit in der Lage sein, die Zellen vor dem Einfluss freier Radikaler zu schützen.

Kohl
Lange galt er als Arme-Leute-Essen, jetzt erlebt Kohl eine Renaissance | Foto: iStock

Nüsse regulieren den Cholesterinhaushalt

Häufig werden Nüsse und Mandeln als Dickmacher bezeichnet. Allerdings enthalten sie auch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren – und die tun uns richtig gut. Sie sind u. a. wichtig, um den Cholesterinhaushalt zu regulieren und Herz und Gefäße elastisch zu halten.

Leinsamen für einen gesunden Darm

Leinsamen
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Schon in der Antike als Heilmittel für einen gesunden Darm genutzt, gerieten Leinsamen teils in Vergessenheit. Mit vielen löslichen Ballaststoffen sind sie nicht nur in der Lage, den Darm auf Trab zu bringen, sondern sie helfen auch dabei, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Wichtig: viel dazu trinken.

Von Bruntje Thielke

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