10. März 2020 Category Icon

Kindheits-Rezepte

Kindheits-Rezepte der Marktplatz Redaktion

Die Marktplatz Redaktion verrät ihre liebsten Kindheits-Rezepte: Königsberger Klopse und ungarisches Letscho

Königsberger Klopse
Königsberger Klopse schmeckt vertraut nach Kindheit. | Foto: Arvid Knoll

In der Antwort werden sich ganz individuelle Bilder, Gerüche, Geschichten und Emotionen verbergen, die der- oder diejenige damit verbindet. Ob Klassiker, Hausmannskost oder ausgefallenes Geheimrezept – Oft wissen wir vielleicht gar nicht, welche Zutaten alle vewendet wurden, wenn unsere (Groß-) Eltern oder Freunde der Familie es für uns zubereitet haben. Das wichtigste Qualitätsmerkmal war vermutlich vielmehr, wer es gekocht hat! So kann die Antwort uns gleich viel mehr über die befragte Person verraten, als den bloßen Namen des liebsten Kindheits-Rezeptes. Wir möchten Ihnen auf diese Weise die Gelegenheit geben, das Marktplatz Redaktionsteam etwas besser kennenzulernen.

Das liebste Kindheitsrezept von Andrea Rehnert: Königsberger Klopse

Andrea Rehnert, Redaktionsleitung tegut...
Dipl. oec. Troph. und Marktplatz Redaktionsleiterin bei tegut….

Marktplatz: Was ist Ihr Lieblings-Gericht aus Kindheitstagen?
Andrea Rehnert: Das sind neben vielen anderen eindeutig aber die Königsberger Klopse nach einem Rezept meiner Mutter. Entscheidend sind hier neben den Kapern die kleingeschnittenen Senfgurken, die der Sauce so einen herrlich frischen, süß-säuerlichen Geschmack geben.

Marktplatz: Wo / Mit wem haben Sie es gegessen?
Andrea Rehnert: In der Familie meist zum Mittag so um halb zwei, wenn wir aus der Schule kamen. Aber auch noch später, wenn ich meine Eltern besucht habe, weil meine Mutter wusste, dass ich mich darauf freue.

Marktplatz: Essen Sie es heute noch (regelmäßig) oder kochen es selbst für andere?
Andrea Rehnert: Ja, in letzter Zeit koche ich es sehr gerne wieder, und natürlich nach dem Rezept meiner Mutter mit Senfgurken!

Das Wort Klops bedeutet übrigens „Kleiner Kloß“

Königsberger Klopse ist ohne Frage einer DER Klassiker unter den etablierten Hausmannskost-Rezepten.

Das liebste Kindheitsrezept von Angela Oelckers: Ungarisches Letscho

Angela-Oelckers, Chefredakteurin des tegut… Marktplatz
Angela-Oelckers, Chefredakteurin tegut… Marktplatz

Marktplatz: Was ist Ihr Lieblings-Gericht aus Kindheitstagen?
Angela Oelckers: Meine Mutter war Ungarin und hat Gerichte aus Ihrer Heimat für uns gekocht. Besonders gern mochte ich das Paprika-Hühnchen, aber auch Letscho, gefüllte Paprika und Nudeln mit gebratenem Kohl oder mit Speck und Sauerrahm. Obwohl es in den 60er Jahren bei uns in Hamburg die richtigen Zutaten oft gar nicht gab (die Gewürze, die hellgrüne Spitzpaprika, den einmaligen ungarischen Rahm…), sondern nur norddeutschen Ersatz, hat sie es grossartig hinbekommen. Wenn ich die Augen schliesse, habe ich den Geschmack sofort auf der Zunge!

Marktplatz: Wo / Mit wem haben Sie es gegessen?
Angela Oelckers: Die Gerichte gab es oft zu Mittag. Und natürlich, wenn wir in den Sommerferien bei den Grosseltern in Siófok am Plattensee waren. Später, als Erwachsene, habe ich mir immer eines der Gerichte gewünscht, wenn ich meine Mutter zum Essen besucht habe.“

Marktplatz: Essen Sie es heute noch (regelmäßig) oder kochen es selbst für andere?
Angela Oelckers: Viele Rezepte habe ich mir von meiner Mutter aufschreiben lassen, die Blätter in ihrer Handschrift hüte ich wie meinen Augapfel. Inzwischen gibt es sogar ein paar gute Kochbücher (insbesondere das von Anikó Gergely verfasste „Ungarische Spezialitäten“) und auch die richtigen Zutaten. Und tatsächlich koche ich gern immer mal wieder etwas Ungarisches – aber seltsamerweise schmeckt es nie genauso gut wie damals, von meiner Mutter.

Von Ulrike Jäckel

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