30. Juni 2020 Category Icon

Reissorten

Kleine Reiskunde

Strahlend weiß, natürlich braun, lang oder kurz – es gibt viele unterschiedliche Sorten Reis. Doch wie schmecken sie eigentlich – und welcher Reis ist für welches Gericht geeignet? In dieser Reiskunde stellen wir Ihnen sowohl die Klassiker als auch ein paar Exoten vor.

Reissorten
Foto: Pexels

Basmati Reis

Übersetzt heißt Basmati „Duft“ und genau das macht diesen Langkornreis aus: dieser ganz spezielle, fast blumige Duft, der sich beim Kochen erst so richtig entfaltet und der ihn so unverkennbar macht. Am besten schmeckt diese Sorte Reis, die aus den Vorgebirgen des Himalayas stammt, zu orientalischen Curry-Gerichten.

Jasmin Reis

Was seinen Geschmack und seinen blumigen Duft angeht ist Jasmin Reis Basmati Reis sehr ähnlich. Sein intensives Aroma hat er den Kräutern zu verdanken, mit denen er getrocknet und gelagert wird. Die lockere und aromatische Spezialität aus Thailand, die beim Kochen ein bisschen weicher und leicht klebrig wird, passt am besten zu asiatischen Gerichten.

Klebreis

Der Klebreis gehört zu den Rundkornreissorten. Typisch für ihn ist – wie sein Name schon vermuten lässt – seine weiche und etwas klebrige Konsistenz, die er entwickelt, wenn er gekocht wird. Weil die Reiskörner so aneinander kleben, eignet er sich hervorragend zur Shushi-Zubereitung.

Milchreis

Milchreis ist ein geschliffener und polierter Rundkorn-Reis, der vor allem zur Zubereitung von Süßspeisen verwendet wird. Ähnlich wie Risotto Reis steckt in den kleinen runden Körnern jede Menge Stärke, wodurch beim Kochen eine sämige, etwas breiige Konsistenz entsteht.

Naturreis

Naturreis ist deutlich gehaltvoller als seine „Kollegen“. Das liegt daran, dass er ungeschält im Handel landet und wertvolle Inhaltstoffe in der Haut und im Keimling erhalten bleiben. Nach der Ernte wird der Roh-Reis, der besonders empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, vorsichtig getrocknet und dabei belüftet. Während andere Sorten anschließend weiter verarbeitet werden, wird Naturreis nur gesiebt, sortiert und anschließend poliert. Fertig ist die braune und sehr gesunde Reis-Variante.

Parboiled-Reis

Auch im Parboiled-Reis stecken jede Menge Nährstoffe. Das liegt an einem ganz speziellen Verfahren, mit dem er behandelt wird. Vor dem Schleifen und Polieren wird diese Sorte Reis nämlich mit Wasserdampf und Druck so bearbeitet, dass die Vitamine und Mineralstoffe vom Silberhäutchen und Keim ins Korn wandern. Als Beilage kann er zu unterschiedlichsten Gerichten aufgetischt werden. Am nächsten Tag aufgewärmt, bleibt er schön fluffig ohne zu verkleben.

Risotto Reis

Risotto Reis spielt vor allem in der italienischen Küche eine große Rolle. Im Gegensatz zum Langkornreis steckt in dieser Sorte allerdings mehr Stärke. Ein Teil dieser Stärke muss sich beim Kochen auslösen, damit seine klassische, sämige Konsistenz entsteht. Wenn er im Innern trotzdem einen gewissen Biss behält, ist er perfekt zubereitet.

Roter Reis oder auch roter Naturreis

Möchten Sie Ihren Gästen einen echten Hingucker und etwas ganz Besonderes servieren, greifen Sie am besten zu dieser roten Variante. Die Sorte ist ein Naturreis, der mit einer hauchdünnen, rötlichen Haut überzogen ist. Aber nicht nur seine Farbe, auch sein sehr nussiger Geschmack ist speziell. Er kann sehr gut mit mediterranen Gerichten kombiniert werden.

Wildreis

Genau genommen ist Wildreis gar kein üblicher Reis. Vielmehr ist er die Frucht einer Wassergrasgattung und wächst im Grenzseengebiet zwischen Kanada und den USA. Mit einer Kochzeit von ungefähr 45 Minuten muss man bei seiner Zubereitung entsprechend Zeit einplanen. Erst einmal serviert ist er mit seinen schwarzen Körnern ein hübsches Highlight auf dem Teller und besticht in Sachen Geschmack mit einer leicht nussigen Note.

Von Stefanie Mixa