20. Dezember 2021 Category Icon

tegut... Mitarbeiter Matthias Pusch

Was macht ein Leiter der Unternehmenskommunikation, Herr Pusch?

Matthias Pusch, Leiter Unternehmenskommunikation bei tegut…, über Morgenroutine, Krisenmanagement und Herzschmerz-Romane.

Matthias Pusch, tegut... Mitarbeiter
Gelernter Radiojournalist und Buchautor: Seit zwei Jahren leitet Matthias Pusch die Unternehmenskommunikation | Foto: Jan Potente

Um kurz nach sieben sitzt Matthias Pusch meist am Schreibtisch. Morgenroutine: der Check der Nachrichtenlage. Worüber wird gesprochen? Wo könnte tegut… gefragt sein? An einem normalen Tag organisiert er anschließend PR-Termine, beantwortet Anfragen, schiebt PR-Kampagnen an, schreibt Pressemitteilungen.

Frühjahr 2021: Der Cyberangriff

Aber was war schon normal in den letzten zwei Jahren? Im Dezember 2019 trat er seine Job an, vier Monate später: Lockdown. Das Land im zwangsverordneten Tiefschlaf, aber für Supermärkte wie tegut… – Vollalarm. Der gelernte Radiojournalist, zuletzt Head of PR beim Musicalunternehmen Stage Entertainment in Süddeutschland und in Nordrhein-Westfalen, befand sich gleich im Krisenmodus.

Ich habe tegut… in der Krise extrem gut kennen- und schätzen gelernt.

Drei Lockdowns später, im Frühjahr 2021: der Cyberangriff auf das Unternehmen. Ein lahmgelegtes Computersystem, unterbrochene Warenversorgung, die Sorge, dass Daten abgefischt wurden. Sechs Wochen im Ausnahmezustand, Wochenende inklusive mit 40, 50 Anrufen von Medienvertretern pro Tag.

Matthias Pusch erholt sich beim Bücherschreiben

Die Kommunikation musste mit den Strafverfolgungsbehörden und Anwälten abgestimmt werden. Intern versorgte Matthias Pusch gemeinsam mit zwei Kolleginnen verunsicherte Mitarbeitende an den Standorten mit Informationen zu den neuesten Entwicklungen.

„Ich habe tegut… in den Krisen extrem gut kennen- und schätzen gelernt“, sagt Matthias Pusch. Wer glaubt, der schlanke 44-Jährige finde Ausgleich und Ruhe beim Sport, irrt. Matthias Pusch erholt sich beim Bücherschreiben, Herzschmerz-Romane, die er im Selbstverlag veröffentlicht. Genauso meditativ ist seine zweite Leidenschaft: Westerngitarre spielen. „Wenn keiner zu Hause ist, dann singe ich auch dazu“, sagt er.

Von Andreas Möller

Ein Kommentar zu “Was macht ein Leiter der Unternehmenskommunikation, Herr Pusch?”

  1. Sehr schön, Herr Pusch, was Sie hier so schreiben. Ich will gerne glauben, daß Sie viel Arbeit um die sprichwörtlichen Ohren haben – aber das haben eine Menge anderer Leute auch, ohne davon viel „Gewese“ zu machen.
    Was mir bei solchen Darstellungen – Selbstdarstellungen ? – immer so unangenehm aufstößt, ist diese doch irgendwie dröhnend – bombastische Sprache, mit der die Dinge in die Welt hinausposaunt werden: „Krisenmodus“, „Ausnahmezustand“ „Head of…“
    Wenn es eine Nummer kleiner wäre, würde ich – und mit mir wohl viele Kunden von „Tegut“ – doch wohl auch annehmen, daß Sie für Ihren Arbeitgeber das Geld wert wären. Und schließlich: der Kunde braucht gute Waren und gute Preise und sonst überhaupt nichts und da ist es ziemlich gleichgültig, ob da noch eine „Unternehmenkommunikation“ zwischen geschaltet ist. Sie stört nicht, wenn die Leistung vorzeigbar ist und sie ist sinnlos, wenn schon die Produktpalette nicht überzeugt. So einfach ist das doch wohl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.