1. Januar 2019

tegut… Geschäftsführer Thomas Gutberlet

Die aktuellen EU-Verhandlungen zur GAP (Gemeinsame Agrarpolitik, Infos unter bmel.de) sind eine echte Chance, die Förderung an Leistungen zu binden, welche der Allgemeinheit dienen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Kosten nach dem Verursacher- und Förderung nach dem Leistungsprinzip zu verteilen gilt als richtig. Zu Recht wird daher Kritik laut, wenn Mehreinnahmen von Firmen eingestrichen, Kosten und Risiken aber der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Die Themen, die zuletzt bei Banken beziehungsweise Diesel-Pkw öffentlich diskutiert wurden, sind bei Weitem nicht so dramatisch, wie sie bei unseren Lebensmitteln seit Jahren Fakt sind. Doch leider wird hierüber selten berichtet und auch politisch zu wenig unternommen.

Die aktuellen EU-Verhandlungen zur GAP (Gemeinsame Agrarpolitik, Infos unter bmel.de) sind eine echte Chance, anstatt den Besitz oder die Pacht von Land zu bezuschussen, die Förderung an Leistungen zu binden, welche der Allgemeinheit dienen.

Kosten für Trinkwasser

Ebenso wäre es richtig, die extrem hohen Kosten, die unter anderem für die Aufarbeitung unseres Trinkwassers entstehen, auf die der Verschmutzung zugrunde liegenden Prozesse in Landwirtschaft und Verarbeitung, wie Spritzmittel und Massentierhaltung, umzulegen.

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften schätzen hohe Milliardenbeträge, die wir – die Steuerzahler – für den Ausgleich von Schäden aufbringen müssen, die in der konventionellen Landwirtschaft und den industriellen Folgeprozessen verursacht werden.

Die Neugestaltung der GAP und deren Umsetzung in deutsches Recht sollten jetzt dazu genutzt werden, einen neuen, nachhaltigeren Weg einzuschlagen!

Ihr
Thomas Gutberlet
Geschäftsführer tegut…

Von Thomas Gutberlet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.