19. Februar 2020 Category Icon

tegut... Mitarbeiterin Ulrike Manz

Was macht eine Bereichsleiterin?

Bereichsleiterin Supply Chain Management Ulrike Manz über Improvisationskünstler, Pärchen, Wetterprognosen und Gebissreiniger.

Ulrike Manz
Foto: Robert Gross

Ulrike Manz kennt ihre Pärchen. Wenn Aufback-Ciabatta gut geht, dann muss viel Mozzarella in den Regalen liegen. Wenn Erdbeerzeit ist, braucht es jede Menge Tortenböden. Manz: „Das ist ja logisch.“ Wenn es nur immer so logisch zuginge in der Wertschöpfungskette mit 15.000 bis 16.000 Produkten, die von der Managerin und ihren rund 40 Mitarbeitern organisiert wird – „vom Produzenten bis zum Endkunden“. Ausgerechnet zu einer Sonderaktion kommt zum Beispiel das Putenfleisch nicht an – die Tiere waren zu klein, die Schlachtung el aus. Dann muss Ulrike Manz rasch „Sonderprozesse starten, Logistiker sind ja Improvisationskünstler“.

Ulrike Manz arbeitet mit allen anderen Abteilungen zusammen

Ihr Bereich Supply Chain Management ist noch jung, Ulrike Manz, 40, hat ihn mit aufgebaut. Die Betriebswirtin, seit 20 Jahren bei tegut…, sorgt für zentrale „Planung, Steuerung und Koordination aller Waren- und Informationsflüsse“ – das ist ihre nüchterne Beschreibung der Arbeit mit einem komplexen und nie endenden Fluss von Daten und Entscheidungen. Ob Lieferant, Logistiker, ob Disponent oder Einkäufer, mit allen arbeiten Ulrike Manz und ihre Teams zusammen.

Nun will Ulrike Manz sogar den Wetterbericht in die Software einbauen lassen.

Ohne Software geht das natürlich nicht. Das Forecast & Replenishment System liefert alle Kennzahlen, die sie morgens um sechs als Erstes studiert. Es ist nichts anderes als „eine automatisierte Prognosemaschine“ für den gesamten Waren Fluss. Dass es da noch Unschärfen gibt, lässt Ulrike Manz keine Ruhe. Nun will sie sogar den Wetterbericht in die Software implementieren. Damit etwa nicht zu viel Fisch geliefert wird, wenn die Temperaturen steigen – „bei 30 Grad will das niemand mehr, bei 24 schon“.

Bei solchen Analysen hat ihr Team auch ein Mysterium gelöst: Im März, April kaufen Kunden besonders viel Gebissreiniger – weil, so ergab die Tiefenrecherche, „Fahrradsportler ihre Trink aschen damit säubern“. Vielleicht das ungewöhnlichste Pärchen in der Planung von Ulrike Manz.

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Von Uly Foerster