20. Dezember 2019 Category Icon

Tonne um Tonne in die Tonne?

Es ist 20:36 irgendwo in Deutschland. Der Tag endet, der Ladenschluss wartet und nur der bevorstehende Abend bittet noch um ein paar Einkäufe.

Schnell etwas knackiges Gemüse aus den vollen Regalen herausgepickt, die Kühltheke um frische Milch und Joghurt erleichtert, Käse dazu und dann noch ein frisches Brot.

„Waaas, die Bio-Körnerkruste mit Quark ist nicht mehr da? Saftladen!“

Sollten 
wir immer alles wollen?

Auch wenn es vielleicht etwas überzogen ist, so ist die Erwartungshaltung, dass alles immer und überall sofort verfügbar sein muss, mittlerweile fest in unseren Köpfen. Die Folgen aber leider nicht so. Denn was passiert eigentlich mit dem Gemüse, dem Brot und den Frischwaren, die am Abend noch perfekt waren? Sie sind es am nächsten Morgen nicht mehr und werden links liegen gelassen. Auch zu Hause neigen viele dazu, den Joghurt am Morgen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr anzurühren. Und so landen jährlich rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – das sind über 200 kg pro Person!

Schlechte Angewohnheiten gehören in den Müll.

Dabei kann jeder von uns mit wenigen Maßnahmen hier viel verändern. Gelegentlich zu Gemüse greifen, das nicht perfekt aussieht. Das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht als Wegwerfdatum ansehen, sondern erst mal überprüfen, ob das Produkt nicht doch noch gut ist. Denn das ist es oft noch einige Zeit danach. Die Einkäufe per Zettel planen und besser zwei- bis dreimal los, statt nur einmal, denn eine Woche ist schwer zu planen.

Jährlich landen rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll

Es sind oft nur Kleinigkeiten und das gilt auch für uns bei tegut… Zum Beispiel wird an unserer Wursttheke gegen Abend nur noch nach Bedarf frisch aufgeschnitten. Und wir reduzieren
den Preis von Lebensmitteln, die bald
ablaufen, damit sie
rechtzeitig gekauft
und so vor dem Mülleimer bewahrt werden.
Oder wir verzichten
abends um 20:36
darauf, noch für Bio- Körnerkruste mit
Quark zu sorgen.
Dann sehen die Regale weniger voll aus,
aber für die Umwelt ist
es umso besser.

Von Dirk Henkelmann

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