2. August 2019 Category Icon

Wasser zum Essen!

Gerade im Sommer ist es wichtig, dass wir viel Flüssigkeit zu uns nehmen. Das geht auch ganz lecker – mit Wassermelone, Salat und Co.

Wassermelone
Mit ihrem hohen Wasseranteil ist die Wassermelone an heißen Tagen der ideale Snack für zwischendurch. | Foto: Stocksy

Allein die Vorstellung daran lässt uns im Sommer das Wasser im Mund zusammenlaufen: ein frisches Stück rote Wassermelone, gut gekühlt und herrlich saftig. Doch warum reagieren wir auf diese Vorstellung so stark? Das unbewusste Signal des Körpers ist genau richtig – denn die leckere Südfrucht hat mit 95 Prozent den höchsten Wasseranteil von allen Obstsorten und ist damit an heißen Tagen ein wichtiger Lieferant von Flüssigkeit.

Denn gerade bei hohen Tempe­raturen ist es wichtig, den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Und dabei spielen Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt eine wichtige Rolle – sie decken unseren Bedarf zu einem guten Teil ab.

Bis zu einen Liter Wasser nehmen wir im Durchschnitt täglich durch Lebensmittel zu uns. Die gute Nachricht: Handelt es sich dabei vorwiegend um Bio-Obst und Bio-Gemüse, versorgt man sich gleichzeitig mit wichtigen Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralien und Antioxidantien, die Körperfunktionen unterstützen und Giftstoffe aus dem Körper spülen. Diese Lebensmittel können roh gegessen oder zu frischen Säften oder Smoothies verarbeitet werden.

Einen Liter Flüssigkeit nehmen wir am Tag im Schnitt über feste Nahrung zu uns

Genügend Wasser ist wichtig

Genügend Wasser zu sich zu nehmen ist aus vielerlei Gründen unerlässlich: Nicht nur die Wärmeregulation des Körpers, also das Schwitzen, ist davon abhängig, sondern auch die Verdauung und das Herz-Kreislauf-System. Und Wasser ist gleichzeitig Lösungsmittel für Salze und Mineralstoffe im Körper und Transportmittel für Nährstoffe und Abbauprodukte.

Grüner Spargel
Auch Spargel enthält viel Wasser. | Foto: AdobeStock

Bereits bei einem leichten Wassermangel reagiert der Körper deshalb mit dem Durstgefühl, das jeder von uns kennt. Ab einem Wasserdefizit von zwei Prozent lassen Leistungsfähigkeit und Konzentration spürbar nach. Und während der Körper eines jungen Erwachsenen noch zu rund drei Vierteln aus Wasser besteht, sinkt der Anteil im hohen Alter auf maximal 50 Prozent. Senioren können Wassermangel also schlechter ausgleichen, bei Unterver­sorgung drohen Schwindel, Ohnmacht und Herzprobleme.

1,5 Liter Wasser sollte ein Erwachsener deshalb jeden Tag trinken, im Sommer zwei Liter. Dazu kommt der weitere Liter Wasser, den wir über Lebensmittel zu uns nehmen.
Die Sorge, zu viel davon zu konsumieren, ist übrigens unbegründet: Ein gesunder Körper verkraftet bis zu zehn Liter am Tag – wobei mehr als drei Liter, verteilt über den ganzen Tag, nicht als empfehlenswert gelten.

Viel Obst und Gemüse ist gut

Gurken, Salate und Orangen enthalten viel Wasser. | Foto: AdobeStock

Den höchsten Wasseranteil sämtlicher Lebensmittel haben Salatgurken mit 97 Prozent, gefolgt von Wassermelonen (95 Prozent), Kopfsalat (95 Prozent), Tomaten (95 Prozent), Radieschen (94 Prozent), Rhabarber, Spargel, Feldsalat und Zucchini (alle 93 Prozent). Alle anderen Lebensmittel mit hohem Wassergehalt wie Orangen, Champignons, Spinat oder Paprika enthalten um die 90 Prozent Wasser.

Wer gerne wasserarme Produkte wie Pasta (13 Prozent Wasseranteil) oder Brot (34 Prozent) genießt, kann diese also perfekt mit einem Salat, etwa mit Tomaten, Paprika oder Radieschen, ergänzen. Allerdings haben auch viele Lebensmittel einen hohen Wasseranteil, bei denen man das zunächst nicht erwarten würde. So bestehen Geflügel, Wurst und einige Käsesorten zu bis zu 75 Prozent aus Wasser.

Ein unterschätzter, aber hervorragender Durstlöscher und Wasserlieferant ist Molke. Das Nebenprodukt bei der Käseherstellung besteht zu 94 Prozent aus Wasser und hat nur 24 Kilokalorien pro 100 Gramm. Dafür enthält es wertvolles Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – perfekt, um etwa nach dem Sport den Körper wieder zu hydrieren und die leeren Mineralstoffspeicher wieder aufzufüllen.

Von Bruntje Thielke

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