9. Dezember 2019 Category Icon

Immunsystem stärken mit Zitrusfrüchten

Sauer Power

Orangen und Zitronen, Grapefruits und Clementinen: Zitrusfrüchte und Winter gehören einfach zusammen. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Ihre Vitamine peppen unser Immunsystem auf, ihre Aromen wirken anregend und machen gute Laune.

Hände mit aufgeschnittener Zitrusfrucht
Nicht nur lecker, sondern auch gesund! | Foto: Studio Firma/Stocksy

Heiße Zitrone – die Vitamin-C-Klasse

100 ml Zitronensaft enthalten 50 mg Vitamin C, also etwa 50 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen, außerdem Phosphor, Kalium, ­Kalzium und Magnesium. Heiß aufgießen und dann möglichst zügig trinken, da der Sauerstoffkontakt zu Vitamin-C-Verlust führt. Mit Honig süßen.

Zitrusufrüchte am Strauch
Foto: iStock

Orange und Gewürznelke – Ziemlich beste Freunde

Im Glühwein treffen sich Orange und Nelke ohnehin gern. Wir nutzen ihre Harmonie, um den Raum weihnachtlich zu beduften: Stecken Sie ein paar Gewürznelken in eine ungeschälte Orange, ­umwickeln sie mit Geschenkband und hängen sie so im Raum auf, dass die aufsteigende warme Luft den Duft verteilt. Die ätherischen Öle der beiden wirken anregend und stimmungsaufhellend.

Optimale Lagerung von Zitrusfrüchten

Zitrusfrüchte reifen nicht nach, auch wenn die Schale ihre Farbe ändert. Sie sollten nicht unter 15 Grad gelagert werden (nicht im Kühlschrank), aber auch nicht zu warm, eine Speisekammer wäre ideal. Manche Orangen und Mandarinen bekommen bei warmer Lagerung eine dünne, etwas ledrige Haut. Sie sehen zwar aus wie eine kleine Mumie – ihr Fruchtfleisch ist aber meist noch saftig und nutzbar.

Aromastar Orangenschale

Oft werfen wir Orangenschalen einfach weg – dabei enthalten sie wertvolle Aromen. Machen Sie aus der Schale von Bio-Orangen einfach Pulver, mit dem Sie Tee oder Kuchen verfeinern oder Aromabeutel herstellen ­können! Dafür die ­weiße Haut entfernen, die Schale durchtrocknen lassen, im Standmixer zerkleinern, in einem Glas auf­bewahren (evtl. mit einem Stoffbeutelchen Reis, der Feuchtigkeit absorbiert).

Orangenfrüchte am Strauch
Foto: iStock

Morgendlicher Muntermacher Grapefruit

Eine halbe Grapefruit zum Frühstück ist ein stilvoller Klassiker, der es in sich hat. Denn der enthaltene ­Bitterstoff Naringin hat antioxidative Wirkung und soll die Bildung von Verdauungs­säften ­anregen, sodass Grapefruit (übrigens auch ihre größere ­Verwandte, die ­Pomelo) dazu beiträgt, den ­Stoffwechsel zu ­verbessern. Kleiner Tipp: Grapefruit-Löffel (z. B. „Nuova“, wmf.com) sind länglich geformt und haben Zähnchen an den Seiten, sodass sich das Fruchtfleisch leicht ­auslösen lässt.

Orange, Clementine, Pampelmuse, Mandarine

Die Familienverhältnisse der Zitrusfrüchte sind kompliziert. Wussten Sie, dass die Orange aus einer Kreuzung von Pampel­muse und Mandarine hervorgegangen ist und die Clementine aus Pomeranze und Mandarine? Die Clementine eignet sich prima als Zutat für Speisen, da sie keine Kerne hat. In einem Chicoréesalat zum Beispiel ist sie der Hit! Ein Rezept dafür aus der tegut… Kochwerkstatt gibt’s unter tegut.com/rezepte.

Orange mit Blatt
Foto: iStock

Antioxidative Wirkung von Zitrusfrüchten

Zitrusfrüchte enthalten sekundäre Pflanzenstoffe mit hoher antioxidativer Wirkung, die Flavonoide. Sie tragen dazu bei, die Zellwände vor oxidativem Stress und Alterung zu schützen. Eine gesunde Ernährung mit reichlich Antioxidantien gilt somit als gute Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zitrone für glänzende Haare

Wunderbaren Glanz und zarten Duft bringt eine Spülung mit Zitrone ins Haar, sie hellt auch ganz leicht auf. Mischen Sie ¼ Zitronensaft und ¾ lauwarmes, kalkarmes Wasser (aus dem Wasserfilter). Shampoo gut ausspülen, die Zitrusmischung übers Haar laufen lassen, nach einigen Minuten mit lauwarmem Wasser spülen.

Von Johanna Dank