21. Dezember 2021 Category Icon

12 wichtige Gewürze

Voll auf die Zwölf

Ob süß, herb oder scharf: Gewürze sorgen für den besonderen Kick. Diese zwölf sollte jeder im Haus haben.

Gewürze
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Was wäre ein Grießbrei ohne Zimt, eine Tomatensauce ohne Knoblauch, eine Pizza ohne Oregano? Gewürze geben Gerichten erst eine besondere Note und ihren unverwechselbaren Charakter. Mit diesem Dutzend Gewürze sind Sie in Ihrer Küche bestens ausgerüstet:

Scharfe Sache: Chili

Chilis sind die scharfen kleinen Schwestern der Gemüsepaprika. Sie stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, ihr Name leitet sich aus der Sprache der Azteken ab. Sie sorgen für Pep in Pasta-Gerichten, verleihen Garnelen, Fleisch, Tofu und Co. eine angenehme Schärfe. Chili harmoniert mit Basilikum, Koriander, Petersilie, Majoran und Co. Auch süße Geschmacksnoten (wie von Schokolade) passen gut zur scharfen Chili.

Gut gemixt: Curry

Curry ist kein eigenständiges Gewürz, sondern eine Mischung aus vier bis 36 Gewürzen. Üblicherweise dabei: Kurkuma, Chili, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Senfkörner und schwarzer Pfeffer. Curry ist ein Allrounder, der besonders praktisch ist, wenn es schnell gehen soll.

Fruchtig scharf: Ingwer

Ingwer ist sehr vielseitig – er hat eine wichtige Rolle in der asiatischen, mediterranen und orientalischen Küche. Am besten schmeckt die Wurzelknolle aus Asien frisch. Leichtes Anbraten mildert ihre Schärfe. Ingwer harmoniert unter anderem mit Salbei, Lorbeer, Muskat, Chili und Pfeffer. In getrockneter Form wird seine Schärfe deutlich stechender, aber ein Teil seiner Aromen verfliegt. Das Trockengewürz hat weniger Zitrusnoten. Es bietet sich zum Backen an und ist in vielen Gewürzmischungen enthalten.

Die Wunderknolle: Knoblauch

Das Zwiebelgewächs wird bereits seit über 5.000 Jahren angebaut. Der bekannte Inhaltsstoff Allicin, der für den
typischen Geruch sorgt, soll antibakteriell wirken. Beim Würzen ist Knoblauch ein vielseitiger Küchenstar. Er überzeugt in Gemüse, Fisch, Fleisch, Saucen und Dips wie Aioli oder Tsatsiki. Knoblauch harmoniert unter anderem mit Chili, Muskatnuss oder geröstetem Sesam.

Pikant: Kreuzkümmel

Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten ihn, um mehr Pep ins Essen zu bringen: Kreuzkümmel ist heute ein wichtiger Baustein der indischen, afrikanischen und mexikanischen Küche. Er verleiht herzhaften Gerichten eine aromatische, ganz spezielle Note, lässt sich auch gut rösten. Kreuzkümmel passt unter anderem gut zu Kardamom, Pfeffer und Koriander.

Das Goldige: Kurkuma

Kurkuma (auch Gelbwurz genannt) wurde in der alten vedischen Küche Indiens wegen seines Aromas und seiner besonderen Eigenschaften geschätzt. Es soll entzündungshemmend wirken und Gelenkschmerzen bei Arthrose lindern können. Die Farbstoffe lösen sich am besten in Fett: Sollen die Speisen die gelbe Farbe annehmen, zuerst Kurkuma andünsten, dann die anderen Zutaten hinzugeben. Es harmoniert mit Kreuzkümmel, Anis, Koriander, Ingwer. Kurkuma ist sehr ergiebig, deshalb nur sparsam einsetzen.

Gewürze
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Zaubernuss: Muskat

Die Nuss stammt von Muskatbäumen auf den indonesischen Molukken (Gewürzinseln). Muskat sollte möglichst frisch gerieben werden, weil er dann sein volles Aroma entfaltet. Er passt ideal zu Gewürznelken, Dill, Koriander, Lorbeer, Zimt. Da das Aroma schnell verfliegt, erst vorm Servieren zum Gericht geben. Dabei gilt: Weniger ist mehr.

Mittelmeerklassiker: Oregano

Er gehört fest in die mediterrane Küche, veredelt Fleisch, aber auch viele vegetarische Gerichte. Tomatensaucen verdanken ihm ihren typischen italienischen Charakter. Oregano ergänzt sich gut mit Thymian und Rosmarin. Getrockneter Oregano sollte lange mitgaren, um sein Aroma zu entfalten.

Doppelte Ladung: Paprika

Paprika bietet das breiteste Geschmacksspektrum im Gewürzregal: Edelsüß schmeckt er eher sanft-fruchtig, rosenscharf ist er etwas für Fans pikanter Küche. Wer sich nicht entscheiden mag, kann beide miteinander kombinieren. Wird Paprikapulver zu stark erhitzt, bekommt es eine bittere Note. Deshalb erst gegen Ende der Garzeit hinzugeben.

Der Allrounder: Pfeffer

Früher galt er als königliches Gewürz, das sogar als Zahlungsmittel genutzt wurde. In der Küche ist Pfeffer der ideale Begleiter für alle Gerichte, denen noch ein gewisser Kick fehlt. Er harmoniert sehr gut mit Basilikum, Thymian, Rosmarin, Muskatnuss und auch mit fruchtigen Noten wie etwa getrockneter Zitronen- oder Orangenschale. Aber: nicht mit Chili kombinieren, die Schärfen überlagern sich.

Das Kräutergewürz: Rosmarin

Rosmarin passt perfekt zu Fleischgerichten, Ofengemüse, Suppen und Pizzen. Er ergänzt gut andere mediterrane Kräuter und Gewürze wie Salbei, Oregano, Lorbeer, Thymian, aber auch pikante wie Knoblauch oder Zwiebel. Als Heilkraut soll er bei Beschwerden im Magen-, Darm und Gallenbereich beruhigend wirken können.

Starke Stange: Zimt

Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt und soll schon 3000 v. Chr. in China verwendet worden sein. Gewonnen aus der Rinde von Zimtbäumen, verfeinert er Süßspeisen, Gebäck, Getränke, aber auch Tomatensaucen und Fleischgerichte. Zimt harmoniert gut mit Gewürznelken, Vanille, Kardamom, Chili, Pfeffer oder Muskatnuss. Beim Kochen früh hinzugeben, damit er sich entfalten kann.

Vielseitiges Gewürzsortiment:

Wer gerne exotisch kocht, kann sein Gewürzsortiment so erweitern:

Asiatisch:

Galgant, Sternanis, grüner Pfeffer, Kardamom.
<h3Orientalisch:

Kardamom, Safran, Schwarzkümmel.

Mediterran:

Basilikum, Thymian, Koriander, Salbei, Fenchel, Anis.

Indisch:

Garam Masala, Senfsamen, Kardamom, Koriander.

Gewürze im Schnellcheck

Von Bruntje Thielke

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